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Donnerstag, 23. August 2007

Am Feuer


























Wir sitzen am Feuer.
Es knackt und knistert zaghaft, will erst nicht so recht.
Es wandelt sich:
Vorsichtiges Kosten,
dann gieriges Lodern
bis zum selbstverständlichen, brennenden Dasein.
Ein wärmendes,
leuchtendes,
tanzendes,
sich ständig veränderndes Wesen spricht.
Es spricht eine Sprache, die nur das Feuer versteht.
Es ist sich selbst genug.
Und doch scheint ihm sein Spiegelbild zu gefallen,
das auf den Gesichtern der Menschen tanzt.

Über uns der Himmel offen.
Er zeigt sich in einer Farbe,
die keinen Namen hat und
weitet er sich nach oben in die unendliche geborgene Freiheit.
Umarmt von einem gezackten Kreis schwarzer Fichtenbaumwipfel,
der sich sanft bewegt mit dem Atem des Waldes.

Die Erde bedeckt ihre grasige Haut mit kühlem Schweiß aus abendlichem Tau.
Weich und verlässlich trägt sie uns in ihrer Hand.

Die Trommeln beginnen die Geschichten zu erzählen.
Geschichten vom Leben aus allen Zeiten.
Sie dringen in unsere Herzen,
schlagen Wellen im Meer unserer Gefühle,
wandeln sich mit dem Tanz des Feuers,
ziehen weiter ihre Wege,
fallen auf die Erde,
versinken in ihrer Tiefe,
steigen auf in die Freiheit des Himmels,
legen sich schlafen im Gedächtnis der Ewigkeit.

Mittwoch, 11. Juli 2007

Wart oder die Ewigkeit




















Die Gegenwart ist immer.
Ist Jetzt das gleiche wie Ewigkeit?
Gegenwart!
Wogegen warten?
Oder ist sie das Gegenteil von Warten?
Sie ist immer da, also das Dasein.
Das Nachdenken über sie vertreibt sie in die Vergangenheit oder in die Zukunft, die niemals wieder oder niemals kommt.
Sie lässt sich nicht fassen weder in Gedanken noch in Worte.
Gedanken und Worte sind kompliziert und flüchtig, von Menschen erdacht und gemacht.
Die Gegenwart ist wahr und wirklich, immer.
Auch ohne Worte und ohne Gedanken.
Die Gegenwart ist einfach, einfach da, immer. Und weil es so einfach ist, ist es so schwer zu begreifen. Aber wenigstens treffend bezeichnen sollte man sie, so dass man sich gerne mit ihr anfreundet, wo sie doch immer da ist.
Die Bezeichnung ist wirklich alles andere als gelungen.
Das Wort "Gegenwart" hat Ähnlichkeit mit "Widerwart" und "Widerpart". Das englische Wort „wart“ heißt Warze. Ich bin auch gegen Warzen, sie sind hässlich und lästig. Unappetitlich, wenn sich unser deutsches Wort von da ableiten würde.
Aber ich finde keine sympathischere Abstammung. "Wart" ist grammatikalisch die Mitvergangenheit von "seid". Wörtlich hieße dann Gegenwart: Gegen euer Dasein. (Genauer gegen euer gewesen sein)
Das darf doch wohl nicht wahr sein!
(Der Reim ist unabsichtlich und wenn sich jemand durch ihn gestört fühlt, dann entschuldige ich mich in aller Form)
Aber wie widerwärtig arm ist unsere Sprache, dass sie für das "Jetzt" kein treffenderes Wort parat hat?
Was hat ein so negativ besetzter Wortteil wie "gegen" in einem Wort verloren, das so wichtig ist? Ein Wort das bezeichnet, womit oder besser worin wir unser gesamtes Leben verbringen. "Gegen" bezeichnet eindeutig eine Haltung des Widerstandes.
Ist das der Grund, warum es so schwer ist in der "Gegenwart" Frieden zu finden. Daher schwelgen oder hadern wir in oder mit Erinnerungen an Vergangenes. Daher hoffen wir auf- oder fürchten die Zukunft, die ja doch nie kommt. Anstatt uns breit zu machen und uns wohl zu fühlen in der Widerwart, pardon Gegenwart natürlich.
Also ich sage noch einmal: So ein blödes Wort! Ich bin dagegen, dass das bleibt.
Diese widerwärtige Bezeichnung muss geändert werden! Jetzt! Sofort! Augenblicklich! Gegenwärtig!
Der Zeitwart und der Sprachwart sind aufgefordert hier einzugreifen.
Ich warte!
Und ich bin (da)gegen, dass das noch ewig dauert.

Montag, 2. Juli 2007

Zeitmanagement
















Manche Menschen sind so perfekte Zeitmanager, dass sie absolut nichts versäumen, außer das Leben.